FC Biel weiterhin ungeschlagen

Aufsteiger Biel hat die erste Niederlage in der Challenge League in extremis abgewendet. Die Seeländer glichen im Heimspiel in der 3. Runde gegen Concordia Basel durch den eingewechselten Labinot Sheholli in der Nachspielzeit zum 1:1 aus.

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In den hektischen Schlussminuten wechselten Glück und Pech die Seiten innerhalb weniger Sekunden. Die Bieler, seit der 68. Minute und dem Kopftor von Rainer Bieli im Rückstand, kamen in der 90. Minute zu einem Foulpenalty, doch Yannick Heiniger, der zweifache Torschütze, scheiterte mit seinem schwachen Schuss an Concordia-Keeper David Da Costa. Doch nur eine Minute später jubelten die Aufsteiger doch noch: Sheholli kam nach einem Corner aus zehn Metern zum Schuss, und diesmal war Da Costa ohne Chance; der Ball wurde von Jean-Pierre Tcheutchoua nämlich unhaltbar abgelenkt.

Telegramm:

Biel – Concordia Basel 1:1 (0:0). — Gurzelen. — 1680 Zuschauer. — SR Carrel. — Tore: 68. Bieli 0:1. 91. Sheholli 1:1. — Bemerkung: 90. Da Costa (Concordia) wehrt Foulpenalty von Heiniger ab.

41. Internationales Schachfestival Biel ist zu Ende

Evgeny Alekseev neuer König in Biel

Die Spannung hielt an bis am Schluss. Erst um 21: 40 am Donnerstag abend wurde bekannt, wer das diesjährige Grossmeisterturnier von Biel als Sieger beendet. Es handelt sich um den Russen Evgeny Alekseev (22 Jahre, Nr. 26 der Weltrangliste) der entgegen den Erwartungen gegen den Kubaner Leinier Dominguez in extremis die Oberhand behielt.

Nach Abschluss der zehnten Runde des Turniers teilten sich Dominguez und Alekseev den ersten Rang mit je sechseinhalb Punkten. So mussten Entscheidungsspiele den Sieger küren. Nach zwei Remis in den Rapidpartien und einem Remis in einer Blitzpartie (5 min.) entschied die zweite Blitzpartie das Turnier. Evgeny Alekseev hatte schliesslich das letzte Wort, dank einem Fehler von Dominguez, der eigentlich im Begriffe war, die Partie zu gewinnen.

Tiebreak zwischen Evgeny Alekseev und Leinier Dominguez
Tiebreak zwischen Evgeny Alekseev und Leinier Dominguez

Russland holt demnach in den letzten sechs Jahren den vierten Grossmeistertitel in Biel. Es handelt sich für den Russen, der in St. Petersburg wohnt, um den grössten Erfolg seiner bisherigen Laufbahn. Er wurde 2006 Russischer Meister und 2007 entschied er das angesehene Aeroflot-Open für sich. Die Entscheidung in der Barrage hat sich ergeben, weil der bis anhin unerschütterliche Leader Leinier Dominguez gerade die letzte und für den Turniersieg entscheidende Partie verlor.

Podium des Grossmeisterturniers
Leinier Dominguez (2.), Evgeny Alekseev (1.) und Magnus Carlsen (3.)

Magnus Carlsen
Der Star in Biel: Magnus Carlsen – zukünftiger Weltmeister?

Gegen Etienne Bacrot musste er seine erste Niederlage einfahren. Der Franzose konnte sich in der zweiten Hälfte des Turniers gehörig steigern (5 Punkte in 6 Partien) und trieb den Kubaner derart in die Enge, dass dieser aufgeben musste.

Somit wurde der Weg frei für seine Verfolger. Magnus Carlsen konnte sich nicht gegen Alexander Onischuk durchsetzen und musste seinen Titel in Biel definitiv abgeben. Evgeny Alekseev profitierte von der glücklichen Ausgangslage, vor allem aber half ihm die schwache Form des Bieler Lokalmatadoren Yannick Pelletier. Der Russe erspielte sich somit die Möglichkeit, am gleichen Abend gegen Leinier Dominguez um den Titel zu spielen.

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