{"id":15,"date":"2007-12-24T12:37:19","date_gmt":"2007-12-24T11:37:19","guid":{"rendered":"http:\/\/bohnenblust.net\/wordpress\/?p=15"},"modified":"2007-12-26T14:16:44","modified_gmt":"2007-12-26T13:16:44","slug":"lunik-konzert-im-volkshaus-biel-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bohnenblust.net\/?p=15","title":{"rendered":"Lunik: Konzert im Volkshaus Biel"},"content":{"rendered":"<p style=\"float: right; margin-left: 10px; margin-bottom: 10px\">  <a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/bosimon\/2132373018\/\" title=\"photo sharing\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm3.static.flickr.com\/2294\/2132373018_1e13155e4e_m.jpg\" style=\"border: 2px solid #000000\" \/><\/a><\/p>\n<p> Bilder des Konzertes von Lunik vom 24. November 2006. <a href=\"http:\/\/flickr.com\/photos\/bosimon\/sets\/72157603533678535\/show\/\" target=\"_blank\">Link zu der Diashow<\/a>.<\/p>\n<p>Lunik wurde 1998 von Adi Amstutz, Luk Zimmermann, Mats Marti, Walo M\u00fcller und Anton H\u00f6glhammer gegr\u00fcndet. 1998 kam die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%A4ngerin\" title=\"S\u00e4ngerin\">S\u00e4ngerin<\/a> &#8222;<em>Ja\u00ebl<\/em>&#8220; Rahel Krebs zur Band hinzu, Anton H\u00f6glhammer verlie\u00df die Band. Ein Jahr sp\u00e4ter erschien das erste Album <em>Rumour<\/em>, das stilistisch im Bereich <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Trip_Hop\" title=\"Trip Hop\">Trip Hop<\/a> angesiedelt wird.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Nach der dazugeh\u00f6rigen Tournee entscheidet sich Walo M\u00fcller (Bass) die Band zu verlassen. Mit dem zweiten Album <em>Ahead<\/em> machte Lunik einen gro\u00dfen Schritt in Richtung Pop. Live wurde die Band von Oli M\u00fcller (Bass) unterst\u00fctzt. Adi Amstutz verlie\u00df die Band und wurde nicht durch ein neues Mitglied ersetzt. Anstelle von Elektronik, setzten Ja\u00ebl, Luk und Mats vermehrt auf akustische Kl\u00e4nge und ver\u00f6ffentlichten <em>Weather<\/em>. Auf der weather-Tour und ebenso auf der darauffolgenden Akkustiktour wurden sie von C\u00e9dric Saurer (Keys) und Jacob Suske (Bass) unterst\u00fctzt. 2004 erschien das Live-Album <em>Life is on our Side<\/em>. 2005 wurden Jacob Suske und C\u00e9dric Saurer, welche Lunik schon l\u00e4ngere Zeit bei Live-Auftritten durch die Schweiz, \u00d6sterreich und Deutschland unterst\u00fctzten, als definitive Bandmitglieder aufgenommen. Gleichzeitig verlie\u00df Schlagzeuger Mats Marti die Band. Anfang 2006 stiess Chrigel Bosshard als neuer Drummer zu Lunik.<\/p>\n<p>Das vierte Studio-Album <em>Preparing To Leave<\/em> erschien im September 2006 und stieg auf Platz 1 der Schweizer Albumcharts ein. Au\u00dferdem erhielt das Album nach wenigen Wochen Platin- Status, was in der Schweiz mind. 30 000 verkaufte Platten bedeutet! Die erste Single daraus, &#8222;little bit&#8220;, erschien im Sommer 2006.<\/p>\n<p>Quelle:  <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lunik_(Band)\" target=\"_blank\">http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lunik_(Band)<\/a><\/p>\n<p><strong>Bieler Tagblatt vom 23.11.2006, Ressort Agenda<\/strong><\/p>\n<p>Lunik im Volkshaus Biel<br \/>\nDie Berner Band Lunik ist mit \u00abPreparing to leave\u00bb auf Tour. Morgen stellen sie ihr neues Album im Volkshaus in Biel vor.<br \/>\nmt. F\u00fcr unbedachte Spr\u00fcnge sind Lunik nicht zu haben; behutsam hat die Berner Formation rund um die charismatische Frontfrau Ja\u00ebl an ihrer Karriere gearbeitet. Die Geduld zahlt sich langsam aus, nicht nur in ihrer Schweizer Heimat, wo Lunik sp\u00e4testens seit dem vorletzten Studioalbum \u00abAhead\u00bb &#8211; ihrem Zweitling &#8211; zur Topliga geh\u00f6ren. Mit der Single \u00abLittle Bit\u00bb und dem dazu geh\u00f6rigen Videoclip machen Lunik beste Werbung f\u00fcrs neue Album \u00abPreparing To Leave\u00bb.<br \/>\nVieles mag auf den ersten Blick neu erscheinen bei Lunik &#8211; neues Management, neue Bookingagentur und im Besonderen die neue Formation: Frontrau Ja\u00ebl und Gitarrist Luk Zimmermann werden von Bassist Jacob Suske und Pianist C\u00e9dric Monnier verst\u00e4rkt, welche seit Jahren mit ihnen als Livemusiker unterwegs waren. Mit Chrigel Bosshard konnte auch ein neuer Schlagzeuger gefunden werden. Doch Lunik sind in all den Jahren ihres Erfolgs unbeirrbar ihren Weg gegangen. F\u00fcr unbedachte Spr\u00fcnge sind sie nicht zu haben, Qualit\u00e4t liegt der Band aus der Hauptstadt Bern am Herzen. Der Versuchung, schnellen Erfolg zu haben, ohne sich dabei treu bleiben zu k\u00f6nnen, haben Lunik zum Gl\u00fcck widerstehen k\u00f6nnen. Lieber arbeiten sie in aller Ruhe und mit dem richtigen Team im Hintergrund an ihren bet\u00f6renden Popsongs, in denen immer wieder mal die Liebe zum Sph\u00e4rischen und Hymnenhaften durchschl\u00e4gt. Fr\u00fcher waren Luniklieder mit TripHop-Zitaten angereichert, heute d\u00fcrfen sie auch mal ganz sch\u00f6n rockig daherkommen. Dass die Band auch beschwingte Popsongs aus der Feder zaubert, haben Lunik mit \u00abThe Most Beautiful Song\u00bb bewiesen, einem schimmernden Popdiamanten aus dem letzten Studioalbum \u00abWeather\u00bb, das der Band den endg\u00fcltigen Durchbruch in der Schweiz bescherte und auch in Deutschland f\u00fcr einiges Aufsehen sorgte.<\/p>\n<p><strong>Bieler Tagblatt vom 11.11.2006, Ressort Samstagsmagazin<\/strong><\/p>\n<p>\u00abDie Freude an der Traurigkeit\u00bb<br \/>\nDie Bernerin Ja\u00ebl, S\u00e4ngerin der Band \u00abLunik\u00bb, steht \u00fcbern\u00e4chsten Freitag auf der B\u00fchne des Bieler Volkshauses. Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber ehrf\u00fcrchtige und anmassende Fans, den Beruf Musikerin und \u00abdie Ferienstimmung in Biel.\u00bb<br \/>\nInterview: Peter Bader<\/p>\n<p><em>Ja\u00ebl, bei \u00abGoogle\u00bb gibts f\u00fcr \u00abJa\u00ebl und Lunik\u00bb 28 000 Treffer, f\u00fcr \u00abKuno Lauener\u00bb halb so viele. Macht Sie das stolz?<\/em><\/p>\n<p>Ja\u00ebl: (lacht) Nein, nicht wirklich. Finden Sie das denn wahnsinnig erstrebenswert?<\/p>\n<p><em>F\u00fcr \u00abPeter Bader\u00bb gibts 2 110 000, aber nur eine Handvoll \u00fcber mich selber. Ich kann also nicht mitreden.<\/em><\/p>\n<p>Ich bin eine Person in der \u00d6ffentlichkeit und dann geh\u00f6rt das dazu. Im \u00dcbrigen habe ich das Gef\u00fchl, dass sehr viele dieser Treffer von einer Aufnahme herr\u00fchren, die ich einmal mit einer kanadischen Band gemacht habe. Ich bilde mir also nicht sehr viel darauf ein, Kuno Lauener im Internet geschlagen zu haben.<\/p>\n<p><em>Weil Sie von Mundartrock ohnehin nicht so viel halten?<\/em><\/p>\n<p>Das kann man so nicht sagen. Ich habe einfach M\u00fche mit dem aktuellen Trend, dass manches nur im Radio gespielt wird, weil es Mundart ist, obwohl es \u00fcberhaupt nicht gut gemacht ist, mit schlechter Musik und schrecklichen Texten.<\/p>\n<p><em>Zum Beispiel?<\/em><\/p>\n<p>Es ist nicht schweizerisch, \u00fcber andere herzuziehen (lacht).<\/p>\n<p><em>Fangen Sie damit an.<\/em><\/p>\n<p>Nein, dazu bin ich zu wenig \u00abRevoluzzer\u00bb. Ich mag ja auch Mundartmusik, Z\u00fcriWest zum Beispiel. Mit Mani Matter bin ich gross geworden. Seine Sprachakrobatik finde ich noch heute grossartig, im Film, den es \u00fcber ihn gab, habe ich nur geweint &#8211; er r\u00fchrt mein Herz an.<\/p>\n<p><em>Warum singen und texten Sie denn in Englisch?<\/em><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist das schwierig, aber Texte in Mundart zu schreiben stelle ich mir auch nicht einfach vor. Wenn ich die Idee f\u00fcr einen Text habe, dann formuliere ich das automatisch in Englisch. Ich habe fr\u00fch englische Musik geh\u00f6rt und mitgesungen &#8211; in jungen Jahren auch mal in atemberaubendem \u00abChuder-Englisch\u00bb. So habe ich aber schon fr\u00fch viel von der Sprache gelernt. Ich liebe sie einfach, vor allem den britischen Akzent, dem k\u00f6nnte ich stundenlang zuh\u00f6ren, der macht mich gl\u00fccklich (lacht).<\/p>\n<p><em>Sie waren mit Ihrem neuen Album auf Platz eins der Schweizer Hitparade. Wie haben Sie gefeiert?<\/em><\/p>\n<p>Mit Champagner bei meinen Eltern. Meine Mutter hatte ihn schon kalt gestellt, weil sie mit dem ersten Platz gerechnet hatte. Sie ist optimistischer als ich. Nat\u00fcrlich war das toll, aber \u00fcberbewerten m\u00f6chte ich das Ganze nicht. Noch fast wichtiger ist mir, dass wir nach wie vor ziemlich weit vorne platziert sind. Das heisst, dass die Leute nicht nur in den CD-Laden gerannt sind und sie ungeh\u00f6rt gekauft haben. Sie hat Bestand und darauf bin ich stolz.<\/p>\n<p><em>In der \u00abBerner Zeitung\u00bb war zu lesen, dass \u00abJa\u00ebls kraftvolle, wandelbare und warme Stimme sie um Lichtjahre vom Gros der Pops\u00e4ngerinnen abhebt und die vielen h\u00fcbschen Lunik-Melodien erst so richtig zum Leuchten bringt.\u00bb Hebt man da ab?<\/em><\/p>\n<p>(lacht) Nein, lieber nicht, ich habe Angst vor dem Fliegen. Ich mache das ja jetzt schon seit acht Jahren und habe inzwischen schon ganz, ganz viele Journalisten getroffen und gemerkt, dass es auch nur ganz normale Menschen sind, die ihre pers\u00f6nliche Meinung und keine allgemeing\u00fcltige Wahrheit kundtun. Ich halte mich selber auf dem Boden, versuche nie himmelhochjauchzend oder zu Tode betr\u00fcbt zu sein. Aber nat\u00fcrlich freut mich positives Feedback. Es bedeutet, dass meine Arbeit Sinn macht und ich den Leuten etwas geben kann.<\/p>\n<p><em>Auf der anderen Seite: Schmerzt es nicht doch ein bisschen, wenn in der \u00abWeltwoche\u00bb zu lesen ist, dass Lunik die Gesichtslosigkeit in Kauf nehme, um ins Radio zu kommen? Das ist ziemlich hart.<\/em><\/p>\n<p>Es verletzt mich nicht, aber ich kann es nicht verstehen: Warum muss hinter erfolgreicher Musik immer Berechnung stehen? Die sch\u00f6nen Melodien kommen aus mir heraus, weil sie mir schlicht und einfach gefallen und nicht weil ich glaube, dass ich damit erfolgreich sein werde. Das ist doch absurd. Viel mehr M\u00fche habe ich, wenn ich etwas h\u00f6re und denke: Ouh, da hat jemand versucht, sehr originell und speziell zu sein, und dabei vergessen, einen sch\u00f6nen Song zu machen. Wir wollen nicht die Musik neu erfinden, sondern das machen, was uns gef\u00e4llt.<\/p>\n<p><em>In Ihrer Musik steckt viel Melancholie. Traurigkeit, sagen Sie, sei ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl. Tats\u00e4chlich?<\/em><\/p>\n<p>Ich finde schon, ja. Man ist dann viel n\u00e4her bei sich selber und hat die Chance, an Gedanken und Gef\u00fchle heranzukommen, die man nicht erreicht, wenn man super zufrieden mit Freunden essen geht und alles gut ist &#8211; was nat\u00fcrlich auch sch\u00f6n sein kann. Ich bin gerne nachdenklich, setze mich hin und gr\u00fcble.<\/p>\n<p><em>\u00dcber was denn?<\/em><\/p>\n<p>\u00dcber alles, \u00fcber den Sinn des Lebens bis hin zu meinen Zukunftspl\u00e4nen.<\/p>\n<p><em>Welche Antworten finden Sie?<\/em><\/p>\n<p>Gar nicht so viele, daf\u00fcr viele gute Songs (lacht). Es ist doch wichtig f\u00fcr eine K\u00fcnstlerin oder wie immer ich mich bezeichnen soll, dass sie sich differenziert mit dem Leben auseinandersetzt, dass sie nicht nur von den sch\u00f6nen Dingen des Lebens singt: Meine Mutter hat mich gern, das Wetter ist sch\u00f6n, trallalla, das interessiert doch niemanden. Es gibt eine sch\u00f6ne Szene im Film \u00fcber Johnny Cash. Er geht ganz am Anfang zum Vorsingen bei einer Plattenfirma und spielt mit seiner Band Gospels und Blues. Der Typ von der Plattenfirma sagt ihm: \u00abDas habe ich alles schon geh\u00f6rt. Erfolgreich bist du, wenn du einen Song schreibst und dich dabei f\u00fchlst, wie wenn du im Strassengraben liegst und ganz am Ende bist.\u00bb Es interessiert und ber\u00fchrt die Leute, wenn sie in der Musik auch dunkle Gedanken antreffen, die ihnen selber nicht fremd sind. Das verbindet Menschen, das gibt magische Momente w\u00e4hrend den Konzerten.<\/p>\n<p><em>Im Strassengraben liegen Sie selber nun nicht gerade. Aber wie dunkel sind denn Ihre Gedanken?<\/em><\/p>\n<p>Manchmal ziemlich dunkel, manchmal sehr hell. Aber ich bin nicht der Typ, der sich von der Br\u00fccke st\u00fcrzt. Daf\u00fcr geht es mir grunds\u00e4tzlich viel zu gut.<\/p>\n<p><em>Welches sind Ihre gl\u00fccklichen Momente?<\/em><\/p>\n<p>Wenn ich singe, auf der B\u00fchne oder im \u00dcbungsraum, wenn ich eine CD mache und einen Plan, ein klares Ziel vor Augen habe. Wenn ich von weit weg nachhause komme, zu den Leuten, die ich mag.<\/p>\n<p><em>Hat es Sie immer auf die B\u00fchne gedr\u00e4ngt?<\/em><\/p>\n<p>Am Anfang hatte ich M\u00fche damit. Ich musste das lernen, so wie man einen Beruf erlernt. Auf den Fotos unserer ersten Tour habe ich praktisch immer die Augen geschlossen, wende mich ab von den Leuten, mit einer Hand am Ohr, damit ich mich selber h\u00f6re in mir drin. Heute geh\u00f6ren Auftritte zu meinem Berufsalltag, ich muss mich auf der B\u00fchne vor nichts mehr f\u00fcrchten, weil schon so viel passiert ist: Ich habe schon den Text vergessen, die Gitarre ist mir runtergefallen, ich bin gest\u00fcrzt&#8230;<\/p>\n<p><em>&#8230;ah ja?<\/em><\/p>\n<p>Ja, in St. Gallen am Openair, vor wahnsinnig vielen Leuten bin ich ausgerutscht. Das Konzert ging trotzdem zu Ende, nichts ist passiert.<\/p>\n<p><em>Sie sind Vorbild f\u00fcr viele junge Leute. Sind Sie es gerne?<\/em><\/p>\n<p>Das empfinde ich bis heute als sehr schwierig. Es gibt Leute, die mit ihren Problemen zu mir kommen, aber psychologische Beratung kann ich nicht anbieten, das \u00fcberfordert mich. Ab und zu schreiben mir auch solche, denen es wirklich sehr schlecht geht: Denen schreibe ich schon mal zur\u00fcck und rate ihnen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Aber grunds\u00e4tzlich kann ich nicht mehr geben als meine Musik. Ich kann mich ja nicht jede Woche mit drei Fans treffen, obwohl ich mitunter eine sehr hohe Erwartungshaltung sp\u00fcre, im Sinn von: \u00abDieser Song passt aber doch genau zu meiner Situation und du hast ihn f\u00fcr mich geschrieben und ich muss dich unbedingt treffen\u00bb. Ich kann diesen W\u00fcnschen nicht nachkommen, aber es f\u00e4llt mir nach wie vor schwer&#8230;<\/p>\n<p><em>&#8230;haben Sie ein schlechtes Gewissen?<\/em><\/p>\n<p>Ja, manchmal schon. Aber diese Begegnungen w\u00e4ren wohl f\u00fcr beide Seiten sehr unangenehm. Ich erlebe das manchmal nach den Konzerten: Es f\u00e4llt manchen schwer, mit mir als ganz normalen Menschen zu sprechen. Ihre H\u00e4nde zittern vor lauter Ehrfurcht oder glauben mich schon sehr gut zu kennen und sind sehr kumpelhaft. Es ist wirklich schwierig&#8230;<\/p>\n<p><em>&#8230;sie abzuwimmeln?<\/em><\/p>\n<p>(leicht genervt) Nein, ich will sie doch nicht abwimmeln. Wenn mich die Leute gr\u00fcssen wollen, dann gr\u00fcsse ich sie selbstverst\u00e4ndlich sehr freundlich, versuche ihnen zu zeigen, dass ich ein ganz normaler Mensch bin und es mich sehr freut, dass ihnen meine Musik gef\u00e4llt. Aber das ist es dann auch. Mehr kann ich nicht geben. Ich bin Musikerin, nicht Lebensberaterin.<\/p>\n<p><em>Sie gehen in Deutschland und \u00d6sterreich auf Tour, ziehen mit dem Bus durchs Land und wenn man Chris von Rohr und Krokus glauben darf, geht es auf solchen Touren manchmal hoch zu und her. Bei ihnen auch?<\/em><\/p>\n<p>Eher nicht so, nein, wir haben keine kreischenden Groupies vor dem Hotel und keiner schnupft Koks. Nat\u00fcrlich trinken wir gerne ein Glas Wein oder ein oder zwei Bier, aber ansonsten sind wir daf\u00fcr viel zu grosse Gesundheitsfreaks. Gekifft habe ich als 19-J\u00e4hrige, habe es aber dann gelassen, weil es mir nicht gepasst hat. Ich k\u00f6nnte auf einer Tour ohnehin nicht rauschende Feste feiern und am n\u00e4chsten Tag auf der B\u00fchne stehen. Das w\u00fcrde ich nicht durchstehen.<\/p>\n<p><em>Keine Laster?<\/em><\/p>\n<p>(\u00fcberlegt, lacht dann) In jedem Fall keine, die ich den Lesern des \u00abBieler Tagblatts\u00bb mitteilen m\u00f6chte.<\/p>\n<p><em>Mitte November gastieren Sie nun in Biel. Ihre Mutter ist hier aufgewachsen. Welchen Bezug haben Sie zur Stadt?<\/em><\/p>\n<p>Meine Cousine lebt noch hier, ich besuche sie oft. Als Kind war ich bei meinen Grosseltern zu Besuch, dann gingen wir ins Carrefour, auf den Twannberg, in den Seeteufel. Heute treffe ich mich mit einer Kollegin aus Basel in Biel und dann gehen wir wandern, am Bielersee, in den Reben oder auf der St. Petersinsel. Biel ist f\u00fcr mich also Erholungsort, hier versp\u00fcre ich Ferienstimmung, geniesse den welschen Charme.<\/p>\n<p><em>Haben Sie Angst davor, der Erfolg k\u00f6nnte ziemlich schnell vorbei sein?<\/em><\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich. Aber jeder kennt doch diese Existenz\u00e4ngste&#8230;<\/p>\n<p><em>&#8230;im Musikbusiness kann es vielleicht ein bisschen schneller talw\u00e4rts gehen. Was tun Sie dann? Wieder als Lehrerin arbeiten?<\/em><\/p>\n<p>Ganz sicher nicht. Ich habe mir selber nie gen\u00fcgt, war nach jeder Stunde frustriert, machte mir Vorw\u00fcrfe, weil der eine unterfordert oder die andere \u00fcberfordert war. Das h\u00e4tte ich auf die Dauer nicht ausgehalten. Aber so weit schaue ich gar nicht voraus. Jetzt machen wir erst mal diese Tour fertig, dann schauen wir weiter. In die Ferne zu planen, ist nicht so mein Ding.<\/p>\n<p>Rahel Krebs<br \/>\nRahel Krebs, 27, w\u00e4chst in Bern auf und l\u00e4sst sich zur Primarlehrerin ausbilden. Ihr K\u00fcnstlername \u00abJa\u00ebl\u00bb r\u00fchrt daher, dass sie als Kind ihren Vornamen nicht richtig aussprechen konnte.<br \/>\nNach Abschluss der Ausbildung setzt sie voll auf die Karte Musik. Als 19-J\u00e4hrige st\u00f6sst sie zur Band \u00abLunik\u00bb. \u00abPreparing to leave\u00bb, das f\u00fcnfte Album des Quintetts, st\u00f6sst erstmals an die Spitze der Schweizer Albumcharts vor. Ja\u00ebl bezeichnet sich selber als \u00ableidenschaftliche Kino- und Theaterbesucherin\u00bb.<br \/>\nKonzert in Biel: Fr., 24.11., im Volkshaus.www.Lunik.com \/ www.jaelonline.com (bad)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bilder des Konzertes von Lunik vom 24. November 2006. Link zu der Diashow. 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